Ist es normal, vor einem Term Sheet 5+ Gespräche mit demselben VC zu führen?
Fünf oder mehr VC-Meetings vor einem Term Sheet sind normal. Hier entscheidet sich in jedem einzelnen Termin Folgendes.
Ja. Fünf oder mehr Meetings mit einer einzelnen VC-Firma vor Erhalt eines Term Sheets sind normal. In der Seed-Phase durchlaufen Gründer in der Regel 4 bis 6 Gespräche. Bei Series A kann diese Zahl auf 7 bis 10 steigen. Der Prozess fühlt sich lang an, weil er es ist. Jedes Meeting erfüllt innerhalb der Firma einen klaren Zweck.
Die meisten Gründer gehen davon aus, dass starke Traktion zu schnellen Entscheidungen führt. Das tut sie nicht. VC-Entscheidungen laufen über mehrere Ebenen: den Associate, der den ersten Call führt, den Partner, der den zweiten übernimmt, und die gesamte Partnerschaft, die sich abstimmen muss. Dazu kommen Due Diligence, Referenzprüfungen und Fonds-Timing — und schon sind fünf Meetings tatsächlich schlank.
Wofür die einzelnen Meetings tatsächlich da sind
VCs wiederholen sich nicht über fünf Meetings hinweg. Jedes Gespräch adressiert eine andere interne Frage.
• Meeting 1: Erste Filterung: Ein Associate oder Junior Partner prüft Ihr Vorhaben auf grundlegenden Fit, Phase, Sektor und Ticketgröße. In diesem Meeting geht es ums Überleben, nicht um Fortschritt.
• Meeting 2: Partner-Interesse: Ein General Partner trifft Sie, um den Thesis-Fit zu testen und den Gründer direkt zu hören. Hier beginnt das echte Signal.
• Meeting 3: Deep Dive: Produkt, Kennzahlen und Marktannahmen werden auf Belastbarkeit geprüft. Rechnen Sie mit harten Fragen zu Retention, CAC und Wettbewerbsgräben.
• Meeting 4: Partner-Meeting: Die gesamte Partnerschaft gibt ihr Votum ab. Das ist das folgenreichste Meeting im Prozess. Hier kommen Deals voran oder geraten ins Stocken.
• Meeting 5+, Due Diligence: Rechtliche Prüfung, Kunden-Referenzchecks und Gespräche mit Co-Investoren. Manche Firmen führen dies parallel zur Term-Sheet-Verhandlung durch, andere davor.
Wie viele Meetings sind zu viele?
Die reine Anzahl signalisiert weder Interesse noch Verzögerung. Entscheidend ist, ob jedes Meeting auf einen konkreten nächsten Schritt einzahlt.
Phase | Typischer Bereich | Median vor Term Sheet |
Pre-Seed | 2–4 Meetings | 3 |
Seed | 4–7 Meetings | 5 |
Series A | 6–10 Meetings | 8 |
Series B+ | 8–14 Meetings | 10 |
Je später die Phase, desto mehr Partner und interne Prozesse sind beteiligt. Series-B-Deals umfassen routinemäßig Management-Präsentationen, Prüfungen des Finanzmodells und mehrere Sub-Committee-Meetings, bevor ein Term Sheet entworfen wird.
Verstehen Sie den VC-Entscheidungsprozess, um diese Signale präziser einzuordnen.
Warum Investoren trotz Interesse verzögern
Die meisten Verzögerungen liegen nicht an Ihrem Startup. Sie entstehen innerhalb der Firma.
• Ein Schlüsselpartner ist auf Reisen oder managt eine Portfoliokrise.
• Der Fonds diskutiert, ob dies zur aktuellen Deployment-Strategie passt.
• Zwei Partner sind sich bei der Bewertung uneinig.
• Das Investment-Tempo des Fonds ist langsamer, als die Gründer erwartet haben.
Verzögerungen bei Investoren erklärt zeigt, wie Gründer Deals während solcher Wartephasen in Bewegung halten können.
So halten Sie den Prozess in Bewegung
• Bestätigen Sie den nächsten Schritt vor dem Ende jedes Calls — nicht in der Follow-up-E-Mail, sondern direkt im Call.
• Senden Sie innerhalb von 24 Stunden ein kurzes Follow-up, maximal drei Bullet Points.
• Teilen Sie relevante Updates zwischen Meetings: neue Kunden, MoM-Wachstum, unterzeichnete Partnerschaften.
• Fragen Sie direkt: "Wie sieht der Prozess ab hier aus, und was brauchen Sie, um voranzugehen?"
Sehen Sie sich an, wie Top-Gründer nach Meetings nachfassen, ohne zu viel zu kommunizieren oder still zu werden.
Woran Sie erkennen, ob ein Deal vorankommt oder feststeckt
Positives Signal | Warnsignal |
In jedem Meeting kommen neue Teilnehmer hinzu | Sie sehen jedes Mal dieselbe Person |
Es kommen konkrete Datenanfragen | Follow-ups sind vage oder bleiben aus |
Sie fragen nach Ihrer Timeline | Bewertungsgespräche werden konsequent vermieden |
Referenz-Calls werden terminiert | Meetings werden wiederholt verschoben |
Das Partner-Meeting landet im Kalender | Ein nächster Schritt wird nie bestätigt |
Nutzen Sie die Intelligence von SheetVenture, um zu erkennen, welche VCs aktuell aktiv Deals abschließen — so wissen Sie, wann ein langsamer Prozess normal ist und wann es Zeit ist, weiterzugehen.
Die Quintessenz
Fünf oder mehr Meetings vor einem Term Sheet sind nicht ungewöhnlich; sie sind bei den meisten VC-Firmen Standard. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Meetings, sondern ob jedes einen neuen Entscheidungsträger in den Raum bringt und mit einem klaren nächsten Schritt endet. Zählen Sie den Fortschritt, nicht die Meetings.
SheetVenture hilft Gründern zu identifizieren, welche VCs aktuell aktiv Kapital deployen, damit Ihre Zeit in Prozesse fließt, die vorankommen — und nicht in solche, die stillschweigend ins Stocken geraten sind.
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